Veröffentlichung:
22.03.06
Das Bundesumweltministerium gibt Entwarnung

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22.03.2006
Das Bundesumweltministerium gibt Entwarnung


Bebaute Kasernenflächen, wie die Liegenschaft Carlshöhe in Eckernförde, kommen als nationales Naturerbe nicht in Betracht. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches, das der Bundestagsabgeordnete Sönke Rix heute mit dem stellv. Leiter der Abteilung Naturschutz im Bundesumweltministerium geführt hat.

Das zweite für den Kreis Rendsburg-Eckernförde wichtige Ergebnis: Für das Nationale Naturerbe stehen so viele Flächen zur Verfügung, dass auch nicht daran gedacht ist, ehemalige Bundeswehrliegenschaften einzube- ziehen, für die eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung – wie z.B. die Errich- tung eines Campingplatzes – möglich ist.

Dazu werden ab dem 6. April noch die Landesumweltministerien einbe- zogen. Das heißt, die Landesregierung ist in dieser Frage beteiligt und hat alle Karten in der Hand.

Vor diesem Hintergrund ist die Panikmache des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Austermann umso unverständlicher. Nicht "Berlin" verschreckt potenzielle Investoren, wie Austermann behauptet, sondern er selbst hat dem Land mit seinen Einlassungen einen Bärendienst erwiesen.

Zum Hintergrund:
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, will die Bundesregierung zwischen 80.000 und 125.000 Hektar Bundeseigentum als "gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen" in eine Bundesstiftung einbringen oder an die Bundesländer übertragen. Formal müssen dafür alle dem Bund gehörenden Flächen – und damit auch alle ehemaligen Bundeswehr- standorte – vor dem Verkauf an private Nutzer auf ihre Naturschutz- relevanz hin überprüft werden.

Rix
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