Bebaute Kasernenflächen, wie die Liegenschaft
Carlshöhe in Eckernförde, kommen als nationales
Naturerbe nicht in Betracht.
Dies ist das Ergebnis eines Gespräches, das der
Bundestagsabgeordnete Sönke Rix heute mit dem
stellv. Leiter der Abteilung Naturschutz im
Bundesumweltministerium geführt hat.
Das zweite für den Kreis Rendsburg-Eckernförde
wichtige Ergebnis: Für das Nationale Naturerbe
stehen so viele Flächen zur Verfügung, dass auch
nicht daran gedacht ist, ehemalige Bundeswehrliegenschaften einzube- ziehen, für die
eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung – wie z.B.
die Errich- tung eines Campingplatzes – möglich ist.
Dazu werden ab dem 6. April noch die
Landesumweltministerien einbe- zogen. Das heißt, die
Landesregierung ist in dieser Frage beteiligt und
hat alle Karten in der Hand.
Vor diesem Hintergrund ist die Panikmache des
schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers
Austermann umso unverständlicher. Nicht "Berlin"
verschreckt potenzielle Investoren, wie Austermann
behauptet, sondern er selbst hat dem Land mit
seinen Einlassungen einen Bärendienst erwiesen.
Zum Hintergrund:
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, will die
Bundesregierung zwischen 80.000 und 125.000 Hektar
Bundeseigentum als "gesamtstaatlich repräsentative
Naturschutzflächen" in eine Bundesstiftung
einbringen oder an die Bundesländer übertragen.
Formal müssen dafür alle dem Bund gehörenden
Flächen – und damit auch alle ehemaligen
Bundeswehr- standorte – vor dem Verkauf an private
Nutzer auf ihre Naturschutz- relevanz hin überprüft
werden.

