Für die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses im Kreis Rendsburg-Eckernförde haben sich vier Träger aus vier unterschiedlichen Gemeinden beworben. Neben Rendsburg und Eckernförde reichten noch Gettorf und Büdelsdorf ihre Projektunterlagen beim Familienministerium in Berlin ein. Am Ende hatte die Evangelische Familienbildungsstätte Rendsburg die Nase vorn. Sie wurde vom Ministerium ausgewählt und kann sich nun bald an die Umsetzung ihrer generationenübergreifenden Angebote machen. "Dazu meine herzlichsten Glückwünsche", freute sich der Bundestagsabgeordnete Sönke Rix, der zeitgleich von der Familienministerin informiert wurde, "doch auch die drei nicht berücksichtigten Einrichtungen brauchen den Kopf nicht hängen zu lassen."
Das Familienministerium bietet den unterlegenen Mitbewerbern an, im Informationsnetz der Mehrgenerationenhäuser von den Entwicklungen zu profitieren, sich weiter zu qualifizieren und somit Teil einer großen Bewegung zu werden.
"Ein Mehrgenerationenhaus pro Landkreis ist natürlich nicht ausreichend. Hier ist die Kreativität der Politik gefordert, sich weitere Fördermodelle auszudenken", so Rix.
Für die Familienbildungsstätte Rendsburg ist jetzt aber erst einmal das Votum der Stadt Rendsburg und des Kreises Rendsburg-Eckernförde wichtig. Beide Körperschaften müssen der Entscheidung des Familienministeriums noch zustimmen.
"Das sollte ein Selbstläufer sein", sagte Sönke Rix, "wer sollte etwas dagegen haben, wenn gute Fördermittel in eine gute Einrichtung fließen und Gutes dabei herauskommt."
Thema:
Mehrgenerationenhaus
Für Menschen verschiedenen Lebensalters bietet ein Mehrgenerationenhaus Raum, sich ungezwungen
zu begegnen und gegenseitig von den jeweiligen Kompetenzen der Anderen zu profitieren. Es ist ein offener Ort, an dem gegenseitiger Austausch von Jung und Alt und Unterstützung von Familien neu gelebt wird. Es vernetzt Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen in der Region und wird so zu einer lokalen Drehscheibe - auch für haushaltsnahe Dienstleistungen. Dort treffen sich Angebot und Nachfrage.
So entsteht ein Generationen übergreifendes Netzwerk, in das sich jeder und jede mit den persönlichen Fähigkeiten einbringen kann. An diesem bunten Marktplatz von Dienstleistungen um das Mehrgenerationenhaus herum beteiligen sich Schulen, Vereine, Bibliotheken, Feuerwehren und
andere kommunale Einrichtungen. Darüber hinaus soll ein Mehrgenerationenhaus mit örtlichen
Unternehmen zusammenarbeiten: Es verkauft seine Dienstleistungen an kleine und mittelständische
Betriebe, aber auch an große Firmen.

