Die Entwicklung der Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze der Mobilcom am Standort Büdelsdorf muss sorgsam beobachtet werden. Die neue Freenet AG mit ihrer "Tochter" Mobilcom hat nach den öffentlichen Hilfen zur Vermeidung der Insolvenz durch Bund und Land mehr als eine moralische Verpflichtung, am Standort Büdelsdorf festzuhalten. Mit diesen Worten fassten der SPD-Bundestagsabgeordnete Sönke Rix und der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Neugebauer ihre Eindrücke nach einem intensiven Gespräch mit dem Betriebsrat der Mobilcom zusammen.
Zuvor hatten sie zu Kenntnis genommen, dass in Büdelsdorf noch 750 Mitarbeiter beschäftigt sind. Für den CallCenter-Bereich steht eine neue
Lohnrunde ins Haus, die einen Lohnbezug vorsieht, der in den Bereich der Hartz IV - Empfänger geht. "Bei einer Nichteinigung stünde der Weggang des CallCenter-Bereiches zur Disposition", so Betriebsrat Christian Teufel.
Für die beiden SPD-Abgeordneten ein weiteres Argument für die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn. "Es muss sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter soviel Grundlohn erhalten, dass sie davon sich und ihre Familie ernähren können. Alles andere sei unsozial und unanständig", so waren sich Rix und Neugebauer einig.
Darüber hinaus forderten die Parlamentarier der SPD den Konzern auf, mehr Ausbildungsplätze für junge Menschen anzubieten. Nach Aussage des Betriebsrates ist die Ausbildungsrate stark rückläufig. Nachdem im 2005 noch 24 Auszubildende
eingestellt wurden, begann der Rückgang mit 8 Azubis 2006 und setzt sich 2007 fort mit der Bereitstellung von nur 7 Ausbildungsplätzen, davon 5 Bürokaufleute und 2 Kaufleute im Bereich Dialogmarketing.

