Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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Rechtsextremismus

Rechtsextremismus ist in Deutschland längst keine Randerscheinung mehr. Als "politisches Problem in der Mitte der Gesellschaft" bezeichnet die Friedrich-Ebert-Stiftung das Phänomen, im Rahmen einer 2008 veröffentlichten Studie, bei der teilweise über 40 Prozent der Befragten Aussagen mit rechtsextremen Ideologien zustimmten.

Auch die Zahl der rechtsextremen Straftaten ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen und erreichte 2008 ein trauriges Rekordniveau. 14.000 registrierte Delikte und 773 Opfer rechtsextremer Gewalt verzeichnete das Bundesministerium des Innern in seiner vorläufigen Kriminalstatistik und belegt damit die besorgniserregenden Entwicklungen. Im Jahr 2007 lagen die Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund mit knapp 11.000 Vorfällen deutlich unter den aktuellen Werten. Rechtsextreme Einstellungen sind in allen gesellschaftlichen Gruppen verankert, verletzen die sozialdemokratischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und bedrohen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Die Bekämpfung des Rechtsextremismus in all seinen Ausprägungen - Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Neonazismus - ist uns ein zentrales Anliegen. Wir setzten uns konsequent für Demokratie und Toleranz ein und begegnet dem vielschichtigen Phänomen mittels eines mehrdimensionalen Ansatzes, der sowohl präventive als auch repressive Elemente beinhaltet. Die "4-Säulen-Strategie" aus dem Jahre 2002, die aufgrund eines stetigen Anpassungsprozesses auch weiterhin gültig und aktuell ist, legt dabei besonderen Wert auf eine beständige Menschenrechtspolitik und Menschenrechtserziehung. Neben der Stärkung der Zivilgesellschaft und Förderung der Zivilcourage, konzentriert sich die Bundesregierung dabei auf die verbesserte Integration von Ausländern in unsere Gesellschaft und Maßnahmen, die neben den Tätern auch auf ihr Umfeld abzielen.

Ein Beleg insbesondere für die Stärkung und Förderung der Zivilgesellschaft ist dabei das Programm "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus", das vielfältige Präventivmaßnahmen vor Ort fördert, die nachhaltig gegen Rechtsextremismus und andere Formen des extremistischen Denkens und Handelns gerichtet sind. Für das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf Dauer angelegte Programm stehen jährlich 19 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung Beratungsmodelle gegen Rechtsextremismus mit zusätzlich fünf Millionen Euro pro Jahr. Ziel ist dabei die Stärkung des demokratischen Verhaltens und des zivilen Engagements sowie die Förderung von Toleranz und Weltoffenheit vor allem bei jungen Menschen in strukturschwachen Regionen.

Gerade in diesen Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, aber nicht nur hier, ist es "freien Kameradschaften" gelungen, mittels des Vertriebs von rechtsextremistischer Musik, Kleidung oder der Durchführung von Konzerten eine führende Position im kulturellen Bereich aufzubauen. Das dadurch geschaffene dichte Netzwerk und deren Aktivität haben zu einer verstärkten Alltagspräsenz der extremen Rechten geführt, die sich vor allem um die Rekrutierung eines jugendlichen Nachwuchses bemüht. Demokratie ist nicht wehrlos und gewalttätige Nationalisten und rechtsextreme Ideologen dürfen friedliches Zusammenleben in Deutschland nicht stören. Deshalb setze ich mich entschieden dafür ein, dass die begonnenen Projekte gegen rechts dauerhaft fortgeführt und weiterhin verlässlich finanziert werden.

Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ist hier abzurufen.

Aus dem SPD-Wahlprogramm: "Der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ist für uns eine gesamtgesellschaftliche und gesamtstaatliche und alle Generationen betreffende Aufgabe. In der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus verfolgen wir einen vielfältigen Ansatz. Wir wollen das Engagement für Demokratie und Toleranz nachhaltig und kontinuierlich unterstützen. Dabei setzen wir bewusst auf die Vielfalt der Aktivitäten und Initiativen vor Ort. Die SPD wird die Bundesprogramme für den Kampf gegen Rechts verstetigen und spätestens in der nächsten Legislaturperiode eine Bundesstiftung aufbauen, um so die notwendige Arbeit der zahlreichen zivilgesellschaftlichen Projekte und Initiativen gegen Rechtsextremismus zu bündeln."


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Verbot der HDJ bestätigt

01.09.2010
Richtig so! Die Ziele der HDJ richteten sich eindeutig gegen unsere verfassungsmäßige Ordnung. Die Bestätigung des Verbots durch das Bundesverwaltungsgericht ist folgerichtig.


Storch Heinar darf weiterfliegen

12.08.2010
Das Urteil des Nürnberger Landgerichts im Rechtsstreit zwischen Thor Steinar und einer Initiative gegen Rechtsextremismus, die die Persiflage „Storch Heinar“ auf den Markt gebracht hat, begrüße ich ausdrücklich.


Skandal: Nazi-Parolen in der Jungen Union Baden-Württemberg

03.06.2010
Zu der „Eislinger Erklärung“ müssen der baden-württembergische CDU-Chef Mappus und der Bundesvorsitzende der Jungen Union Mißfelder Stellung nehmen und sich sofort und ausdrücklich klar davon distanzieren. Es ist ein Skandal, dass dies noch nicht passiert


Für Demokratie heißt: Gemeinsam gegen Rechtsextremismus

11.05.2010
Rechtsextremismus ist ein frontaler Angriff auf unsere Demokratie. Nazis sprechen bestimmten Menschengruppen das universale Recht auf Freiheit, Sicherheit und persönliche Entfaltung ab.


Respekt vor Thierse

05.05.2010
Die Kritik an Bundestagvizepräsident Wolfgang Thierse durch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist scheinheilig und völlig verfehlt.


Köhler im Kriminalisierungswahn

28.01.2010
Zu den Plänen der Bundesfamilienministerin Kristina Köhler, ab 2011 generell alle Initiativen, die in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus gefördert werden, vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen, erklären MdB Sönke Rix, Sprecher der AG Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion und MdB Daniela Kolbe:


Rückschlag bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus

20.01.2010
Die gestrigen Hausdurchsuchungen bei den Organisatoren des Widerstandes gegen den Neonaziaufmarsch am 13. Februar in Dresden sind nicht nachvollziehbar. „Die Kriminalisierung des demokratischen Protestes passt zur neuen Handschrift der schwarz-gelben Bundesregierung und der neuen Strategie der Familienministerin.“, so der Bundestagsabgeordnete und Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe Rechtsextremismus Sönke Rix.


Nicht nachlassen beim Kampf gegen Rechtsextremismus

07.12.2009
Zu den Ankündigungen der neuen Bundesjugendministerin Köhler, die Programme gegen Rechtsextremismus auf den Prüfstand zu stellen, erklären die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und der Sprecher der Arbeitsgruppe Rechtsextremismus Sönke Rix:
Es wäre fatal, die vom Rechtsextremismus ausgehende Gefahr zu verharmlosen und entsprechende Mittel zur Bekämpfung rechtsextremer Tendenzen zu kürzen. Ankündigungen der neuen Bundesjugendministerin, die Programme gegen Rechtsextremismus neu ausrichten zu


Sönke Rix Sprecher der Arbeitsgruppe Rechtsextremismus

04.12.2009
In dieser Legislaturperiode plant die neue Bundesregierung, diese Mittel zukünftig nicht mehr ausschließlich für den Kampf gegen Rechtsextremismus, sondern auch gegen Links- und islamischen Extremismus einzusetzen. Das hält Sönke Rix für den falschen Weg: "So gefährlich alle Formen von Extremismus sind, so unterschiedlich sind sie in der Art, wie sie zu bekämpfen sind. Deshalb müssen wir darum kämpfen, dass die Arbeit gegen den Rechtsextremismus nicht in der allgemeinen Extremismusarbeit untergeht."


Schlechter Start in der Jugendpolitik

11.11.2009
Rede von Sönke Rix im Deutschen Bundestag




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Verbot der HDJ bestätigt

01.09.2010
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Pflichtdienste-Vorschlag ist absurd

27.08.2010
Zu den Vorschlägen der Unions-Politiker Müller und Koch, einen allgemeinen Pflichtdienst für Männer und Frauen einzuführen, erklären die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Caren Marks, und der Berichterstatter für Freiwilligendienste, Sönke Rix: Die Diskussion innerhalb der Union um den Wehr- und Zivildienst wird immer absurder. Ein allgemeiner Pflichtdienst ist nicht nur verfassungswidrig, sondern auch kontraproduktiv für das bürgerschaftliche Engagement.




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