Die Jugend steht zunehmend im Fokus der nationalen und der europäischen Politik. Denn für die zukünftige Gestaltung der EU müssen auch und insbesondere die Wünsche, Hoffnungen und Interessen der jungen Menschen mit in die Arbeit der Politiker einbezogen werden. Durch Fördermaßnahmen und Aktivitäten der Europäischen Union werden derzeit grenzübergreifende Jugendarbeit und der Jugendaustausch von ca. 75 Millionen jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren gefördert und unterstützt.
Wir brauchen eine breite Diskussion über die politische Beteiligung von Jugendlichen und damit auch eine Diskussion über eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.
Dafür gibt es vier wesentliche und gute Gründe:
Auf kommunaler Ebene gibt es gute Erfahrungen mit dem aktiven Wahlrecht ab 16 Jahren. Jugendliche sind in der Lage, sich eine umfassende politische Meinung zu bilden und sich in Politik und Gesellschaft zu engagieren.
Warum sollten sie also nicht auch bei den Bundestagswahlen ab 16 wählen dürfen? Denn nicht nur die Entscheidungen vor Ort betreffen die Jugendlichen. Im Landtag wird z.B. über den Ausbau und die zukünftige Gestaltung der Schulen entschieden. Im Bundestag geht es um Ausbildungsplätze, BAföG, Freiwilligendienste oder den Zivildienst. Diese Themen haben auf das Leben der Jugendlichen direkten Einfluss.
Wer mitentscheidet, muss auch wissen, wie der Laden funktioniert! Und das gilt im Übrigen nicht nur für Jugendliche, sondern auch für viele Erwachsene. Voraussetzung dafür ist eine gute politische Bildung. Wir fordern daher gleichzeitig auch die Verbesserung des Politikunterrichts.
Wenn wir Jugendliche an der Politik beteiligen, kann damit auch der Politikverdrossenheit begegnet werden. Jugendliche direkt - auch durch Wahlen - an politischen Entscheidungen zu beteiligen, schafft ein neues Bewusstsein für Politik!
Daher wollen wir die Diskussion über mehr Jugendbeteiligung weiter fortführen.
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Schlagwörter: Jugend Jugendpolitik Wahlalter politische Beteiligung
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