Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


Meinung

Bericht aus Berlin

In regelmäßigen Abständen bittet die Eckernförder Zeitung die Rendsburg-Eckernförder Bundestagsabgeordneten um einen Bericht aus Berlin. Mit 2.700 Zeichen sollen wir berichten, was im Parlament gerade aktuell ist, was uns bewegt, womit wir uns beschäftigen. Ich komme dieser Bitte gerne nach.

Engagierter Nachwuchs

12.12.2012

Vielen Vereinsvorständen, Organisationen und Verbänden fehlt der Nachwuchs. Die Mitglieder werden immer älter und jüngere kommen nur selten nach. Die Gründe dafür sind bekannt: Von den jungen Leuten wird immer größere Flexibilität erwartet, gleichzeitig schreitet die Individualisierung der Gesellschaft voran.

Viele junge Leute leben zeitweilig in einer finanziellen und wirtschaftlichen Unsicherheit und wollen sich auch deshalb nicht mehr langfristig binden. Kurzfristige Projekte, die ein schnelles Erfolgserlebnis versprechen, sind attraktiver geworden. Dieser Wertewandel stellt übrigens auch die Parteien, die gerade die Kandidaten für die Kommunalwahl aufstellen, vor große Herausforderungen.

Diesen gesellschaftlichen Wandel kann Politik nicht aufhalten. Aber sie kann die Rahmenbedingungen für Engagierte verbessern. Das fängt bei der Wertschätzung an. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass oftmals die Anerkennung für ihre Arbeit fehlt. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, das zu zeigen.

In Schleswig-Holstein können zum Beispiel diejenigen, die sich regelmäßig engagieren, die Ehrenamtskarte bekommen. Diese ermöglicht beispielsweise Ermäßigungen bei Kulturangeboten oder die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen. Aber auch die immaterielle Anerkennung ist wichtig. Am vergangenen Montag war ich bei der Preisverleihung des deutschen Bürgerpreises. Unter den Preisträgern war auch das Flensburger Projek: „Die Sportpiraten“. Sie bieten im Skatepark Schlachthof Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche zwischen 14 und 20. Die Auszeichnung zeigt eine große Wertschätzung. Davon benötigen wir mehr!

Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass Engagement vorgelebt wird. Schulen und Kitas müssen Orte sein, wo Engagement und Beteiligung „gelernt“ werden können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Arbeit von Vereinen und Jugendverbänden gestärkt und aktiv in die Schule einbezogen wird. Außerdem muss die Vereinbarkeit von Schule und Engagement von Jugendlichen sichergestellt sein, z.B. durch einen freien Nachmittag pro Woche auch in Ganztagsschulen.

Studien zeigen, dass junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr geleistet haben, auch später überdurchschnittlich engagiert sind. Deshalb wollen wir, dass jedem Jugendlichen, der einen Freiwilligendienst leisten will, ein Platz angeboten werden kann. Außerdem wollen wir die Freiwilligendienste weiter zu Bildungsdiensten ausbauen. Das umfasst beispielsweise die bessere Anerkennung von Freiwilligendiensten im Zusammenhang mit Berufsausbildung und Studium.

Da dies der letzte Bericht aus Berlin in diesem Jahr ist, wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit und erholsame Feiertage. Kommen Sie gut und gesund ins Neue Jahr!

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