Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


Themen

Gute Debatte um Beschneidung

12.12.2012

Dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen stand ich von vornherein aufgeschlossen gegenüber. Ich bin der Auffassung, dass wir diese Tradition zweier Weltreligionen gesetzlich regeln müssen.

Ein Verbot wäre auf keinen Fall zuträglich gewesen und hätte niemandem geholfen. Im Gegenteil: Es hätte das Risiko von illegalen Beschneidungen geborgen, und das möchte ich in jedem Fall verhindern. Zudem wären wir international das einzige Land, das diese Rituale kriminalisiert.

Allerdings habe ich den Änderungsantrag aus der Arbeitsgruppe Recht der SPD-Bundestagsfraktion unterstützt, der einen stärkeren medizinischen Schwerpunkt bezüglich der Vor- und Nachsorge der Beschneidung durchsetzen möchte. Dieser Änderungsantrag fand im Deutschen Bundestag leider keine Mehrheit. Darum habe ich letztlich dem Antrag der Bundesregierung zugestimmt.

Der Gesetzentwurf muss nun noch im Bundesrat verabschiedet werden. Auch hier gilt eine Mehrheit als sicher.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass sich die Angehörigen des islamischen Glaubens und die Mitglieder der jüdischen Gemeinden darüber Gedanken machen sollten, ob das Ritual der Beschneidung von Neugeborenen und minderjährigen Jungen noch in unsere Zeit passt. Es steht uns jedoch nicht an, darüber zu urteilen - die Entscheidung dazu muss aus den Religionsgemeinschaften selbst kommen. Einige Stimmen haben sich dazu bereits zu Wort gemeldet.

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