Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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Pille danach: Jede Stunde zählt

11.02.2014

Die "Pille danach" muss rezeptfrei sein. Es ist wichtig, dass Frauen, die in Not geraten, selbstbestimmt agieren können.

Um die bestmögliche Wirksamkeit der „Pille danach“ zu garantieren, zählt jede Stunde. Doch die Beschaffung eines Rezepts zur Notfallverhütung erschwert Frauen in einer Notlage den Zugang zur „Pille danach“. 

In manchen Fällen erfolgt die Einnahme deshalb zu spät. Eine zeitnahe ärztliche Beratung ist nicht immer garantiert – insbesondere wenn die Notfallverhütung am Wochenende benötigt wird. Immer wieder berichten Frauen von Schwierigkeiten, zeitnah einen Termin beim Gynäkologen zu bekommen oder eine Notfallambulanz zu finden, die am Wochenende das Rezept ausstellt. Dabei ist Zeit der entscheidende Faktor für die Wirksamkeit der „Pille danach“: Am sichersten wirkt die Pille danach auf Basis von Levonorgestrel (LNG), wenn sie innerhalb von 24 Stunden nach der Verhütungspanne eingenommen wird. Wird sie erst nach 48 bis 72 Stunden eingenommen, sinkt die Wirksamkeit drastisch.

Auch der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hält die Aufhebung der Rezeptpflicht für die „Pille danach“ auf LNG-Basis für unbedenklich: Es „überwiegen die positiven Sicherheitsaspekte einer Freiverkäuflichkeit von LNG in dieser Indikation“. Studien belegen, dass das Thromboserisiko bei der Anwendung nicht erhöht ist und Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit gering sind. Auch die versehentliche Einnahme in der Frühschwangerschaft ist nicht mit Risiken für die Schwangerschaft verbunden.

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Schlagwörter: Familienpolitik

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Kommentar von Kurt Krause am 24.02.2014 um 12:59

die Pille danach sollte jedoch nicht als Ersatz für die allgemeine
Verhütungspille eingesetzt werden dürfen. Die kosten für solch eine Pille
müssten entsprechen hoch sein um einen Missbrauch zu verhindern.

Kommentar von Sönke Rix am 12.03.2014 um 15:33

Langjährige Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen, dass die „Pille danach“ nicht als Alternative zu regulären Verhütung ge- bzw. missbraucht wird. Die Pille danach hilft in Notsituationen, weit schwerwiegendere Eingriffe zu verhindern – sowohl in werdendes Leben als auch in die seelische wie körperliche Gesundheit von Frauen. Deshalb sollte es sie künftig in Deutschland rezeptfrei nach Beratung vom Apotheker geben.

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