Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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Mehr Anerkennung für Erzieherinnen und Erzieher

07.05.2015

Gute Kitas und Tagespflege sind die Voraussetzung dafür, dass Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Gleichzeitig ermöglichen sie unseren Kindern einen guten Start ins Leben. Möglich machen das die Menschen, die in Kitas und in der Tagespflege arbeiten. Sie spielen, toben und lachen mit unseren Kindern, machen ihr Leben bunt - und trösten, wenn Mama und Papa nicht da sind.

Doch ihre Arbeit umfasst viel mehr: Sie fördern unsere Kinder von Anfang an und sorgen für bessere Bildungschancen. Kitas werden immer mehr zu einer Bildungsinstitution. Das hat Auswirkungen auf die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher, die in den letzten Jahren noch deutlich anspruchs- und verantwortungsvoller geworden ist. Aber Erzieherinnen und Erzieher arbeiten auch in der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Wohngruppen und anderen Einrichtungen. Auch hier haben sich die Aufgaben vervielfältigt und sind die Anforderungen gestiegen. 

Als gelernter Erzieher weiß ich, was meine Kolleginnen und Kollegen tagtäglich leisten und unterstütze ihre Forderungen nach mehr Anerkennung. Dass es dabei auch um eine angemessene Entlohnung geht, ist klar. Schon seit langem fordern wir eine Aufwertung der sozialen Berufe. Dazu benötigen wir eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, was uns diese wichtige Arbeit wert ist. Nicht zuletzt können wir mit besseren Löhnen im sozialen Bereich, in dem vor allem Frauen beschäftigt sind, auch einen Teil der eklatanten Lohnlücke schließen, die sich nach wir vor zwischen den Geschlechtern auftut. 

Natürlich kann ich auch die Lage der Eltern nachvollziehen, die sich nun um Betreuungsalternativen kümmern müssen. Doch ich möchte an sie appellieren, Verständnis zu haben. Denn schließlich geht es hier um Menschen, die mit Menschen arbeiten. Und diese Arbeit sollte uns viel wert sein. 

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Kommentar von Carsten Meusel am 23.05.2015 um 11:59

Von Prinzip gebe ich dir recht nach besser Entlohnung. Aber lass uns mal über die Finanzierung nachdenken. Auf die Kommunen kommen durch Bundesgesetze immer mehr Aufgaben in diesem Bereich zu. Vor ca. 10 Jahren betrug der Gemeindeanteil an den Kitakosten noch ca. 30% heute sind wir bei 50% und bei uns in Osterby bei einem Elternanteil von 30%. Lange kann sich unsere Gemeinde dies nicht mehr leisten und überlegen auch die Elternbeteiligung auf 40% zu erhöhen. Aber wollen wir Elternbeiträge für eine 5,5h Betreuung von über 3. Jährigen von fast 200,-€? Wenn der Bund den Rahmen vorgibt, muss auch beiden den Gemeinden ein höherer Kostenausgleich ankommen.
Gruß
Carsten Meusel, Osterby

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