Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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"It was not our choice"

02.09.2015

„Es war nicht unsere Entscheidung“. Dieser Satz einer jungen Syrerin fasst für mich das Schicksal der Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung in Rendsburg vollständig zusammen. Tausende Flüchtlinge aus den Krisenregionen der Welt kommen derzeit nach Schleswig-Holstein. Niemand davon freiwillig.

 Am Montag habe ich zusammen mit dem schleswig-holsteinischen Innenminister Stefan Studt und dem Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast die zweitgrößte Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Rendsburg besucht. Hier werden die Geflüchteten registriert und von der Asylbehörde über ihre Fluchtgründe befragt. Sie erhalten eine Aufenthaltsgestattung, die ihnen erlaubt, in Deutschland zu bleiben, bis über den Asylantrag entschieden ist.

Flüchtlingsunterkunft1 Die gute Stimmung und das hohe Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Helfer haben mich sehr beeindruckt. Unterstützt von der großen Hilfsbereitschaft der Rendsburger Vereine, Verbände und Bürgerinnen und Bürger hat die Stadt Rendsburg innerhalb kürzester Zeit ein funktionierendes Containerdorf aufgebaut. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber eines kann man sofort sehen: Ohne Ehrenamt wäre vieles deutlich schlechter. 

  Im Gespräch mit den Bewohnern haben wir viel über ihre Fluchtursachen und Fluchtwege erfahren. In Rendsburg finden sie zunächst mal einen Ort vor, an dem sie zur Ruhe kommen können. „Wir lassen neue Bewohner nach einem Medizincheck die ersten Tage völlig in Ruhe“, erklärte Pierre Gilgenast, das erste Kinderlachen danach sei die schönste Belohnung. 

 Sprachprobleme gäbe es fast nicht, erklärt einer der ehrenamtlichen Helfer von „Rendsburg hilft“. Neben Englisch und der eigenen Sprache beherrschten viele Bewohner noch eine weitere Sprache und durch Kettenübersetzungen käme man mit allen in Kontakt. Dies erleichtere die Arbeit bei der Verteilung der Spenden enorm. Für „offizielle“ Verwaltungsvorgänge stünden allerdings Tag und Nacht vom Land bezahlte Vertragsdolmetscher zur Verfügung, ergänzte der Innenminister Studt.

 Ich habe bei diesem Besuch nicht nur eine unmittelbare Einsicht in den neuen Alltag der Flüchtlinge bekommen, sondern auch gelernt, dass das gemeinsame Engagement von Hauptamtlichen und freiwilligen Helfern einen menschenwürdigen Umgang möglich macht. Ich danke allen, die sich vor Ort dafür einsetzen. 

Bild: Serpil Midyatly, MdL, Innenminister Stefan Studt und Sönke Rix im Gespräch.

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