Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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Nein zu Pflichtdiensten, ja zu mehr Stellen für Freiwillige

03.11.2015

Die SPD-Bundestagsfraktion lehnt die von führenden CDU-Politikern eingebrachte Forderung nach einer Dienstpflicht für Jugendliche ab. Sinnvoll wäre es dagegen, die Jugendfreiwilligendienste aufzustocken.

Ein Pflichtjahr für junge Menschen wird es mit der SPD nicht geben. Pflichtdienste würden die Freiheit von jungen Menschen unverhältnismäßig einschränken, sind nicht zeitgemäß und kontraproduktiv. 

Gerade das freiwillige Engagement ist aktuell das Standbein bei der Bewältigung der Flüchtlingsherausforderungen. Überall im Land organisieren Bürgerinnen und Bürger, darunter viele junge Menschen, Hilfen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Sie packen an, hören zu, nehmen Anteil und sorgen damit vor Ort für eine gelebte Willkommenskultur. Freiwillig und selbstbestimmt – das ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Engagement. Mit Pflichtdiensten wären wir auf dem Holzweg.

Das freiwillige Engagement von jungen Menschen ist von unschätzbarem Wert. Sie bringen ihre eigenen Ideen und jede Menge Tatendrang ein. Zudem erfahren sie in der freiwilligen Tätigkeit Bildung und Orientierung. Die Nachfrage nach Freiwilligendienstplätzen ist jedes Jahr höher als das Angebot. Deshalb fordert die SPD-Bundestagsfraktion mehr und gut aus-gestattete Stellen für junge Freiwillige. Jeder junge Mensch, der einen Freiwilligendienst machen will, soll auch einen entsprechenden Platz bekommen.

Dem durchsichtigen und kurzsichtigen Versuch, das Engagement Jugendlicher für personelle Notstände auszunutzen, erteilen wir eine klare Absage.


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