Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


Themen

„Ihr seid eine engagierte Truppe…“

24.10.2011

„…Bleibt so!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Marlies, unsere Begleiterin auf der Informationsfahrt des Bundespresseamtes, die uns zusammen mit dem Busfahrer Stefan durch knifflige Verkehrslagen in Berlin gesteuert hat.

Der Aufenthalt in Berlin begann Montagmittag mit einer lecker Butterstulle, die die junge Besucher_innengruppe am Ufer der Spree gegenüber der Bundesschlange vernaschte. Eine kleine Stärkung bevor es auf einigen Umwegen, an politischen Gesichtspunkten der Stadt entlang, zum Willy-Brandt-Haus ging.

Nachdem uns kurz einige Infos zur Geschichte und Architektur der Bundeszentrale der SPD gegeben wurden, trafen wir Angela Marquardt, die persönliche Referentin von Andrea Nahles, Geschäftsführerin der Denkfabrik und ehemalige MdB. Mit ihr diskutierte die Gruppe angeregt darüber, was wir in der eigenen Stadt und gesamtgesellschaftlich gegen Nazis aber auch verstärkt auftretende rassistische und menschenfeindliche Einstellung in der Mehrheitsgesellschaft tun können. Aus dem Austausch über den Umgang mit rechten Gesinnungen, konnten wir alle Etwas mitnehmen und so gehört dieser Programmpunkt sicher für alle zu den interessantesten. Besonders die Diskussion über ein NPD- Verbot, das Marquardt ablehnt, brachte viele Erkenntnisse.

BPA-Gruppe

Nach einem ruhigen Ausklang des ersten Abends ging es am Dienstag zunächst noch einmal quer durch die Stadt, um geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Neben jeder Menge alter Gebäude, politischen Sitzungshäusern und berühmten Plätzen, durften natürlich auch die Berliner Mauer und der Check-Point-Charlie nicht fehlen.

Im Anschluss trafen wir dann Sönke Rix im Bundestag. Eine Stunde sprachen wir über den Wochenablauf eines Bundestagsabgeordneten, aktuelle politische Themen und die Arbeitsweise der SPD-Fraktion. Zum Abschluss ging es auf die Dachterrasse und die Kuppel hinauf, nachdem die Besuchergruppe noch fotografisch festgehalten wurde.
Am Nachmittag waren wir bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu Gast. Der Referent konnte zwar nicht alle Fragen beantworten, und empfahl uns auch, nicht Politikwissenschaft zu studieren, da man damit keinen Job bekomme, aber grundsätzlich konnten wir gut über die Notwendigkeit politischer Bildung reden.

Dann war aber erstmal genug mit Diskutieren, als wir uns durch die „Topographie des Terrors“ führen ließen. Obwohl sicher viele der Teilnehmer_innen bereits viele Ausstellungen über die Gräueltaten des NS-Regimes kennen, waren wir alle aufs Neue schockiert von der Unmenschlichkeit der Verbrechen. Nach einer Verschnaufpause, konnten das Abendessen aber wieder alle genießen. Auch der Abgeordnete gesellte sich noch einmal zu uns und so konnten einige politische Themen in kleineren Runden besprochen werden.
Am nächsten Morgen, konnte man den Mitgereisten ansehen, dass nicht alle um zehn Uhr im Bett waren. Zum Gespräch im Bundesministerium des Innern waren aber alle wieder fit. Dieser Programmpunkt war vor allem deswegen sehr interessant, weil sich die Gruppe mit der Politik von Hans-Peter Friedrich und seinen Vorgängern überhaupt nicht zufrieden zeigte. Der Referent schaffte es auch nich,t uns zu überzeugen und kam bei kritischen Fragen das ein oder andere Mal ziemlich ins Schwitzen.

Ein Highlight der Fahrt war auf jeden Fall auch der letzte, feste Programmpunkt. Zwei Journalisten empfingen uns in der Redaktion der taz. Die beiden berichteten uns über die Arbeit ihrer Zeitung und ihre größten, journalistischen Coups: einmal das Aufdecken der Handyaufzeichnungen bei der Dresdener Anti-Nazi-Demo in diesem Jahr, bei der auch einige Mitgereiste waren und die veröffentlichten NPD-Interna. Nach einigen Anekdoten über die Rivalität der taz mit dem benachbarten Sitz einer populistischen deutschen Boulevardzeitung, blieb noch ein wenig Freizeit, bevor es zurück zum Bahnhof und in den Norden ging.

Neben all den Informationen, die nach drei Tagen mit Diskussionen, Besichtigungen und Führungen in den Köpfen stecken, bleiben auch nette Abende mit lustigen Touren quer durch die fast fremde Stadt, eine sehr entspannte Atmosphäre und persönliche Gespräche in Erinnerung. Eine solche Fahrt ist also allen nur wärmstens ans Herz zu legen. Wir hoffen auf ein ähnliches Angebot im nächsten Jahr.

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