Kinder- und Jugendpolitik

Für die Jugendpolitik gibt es keine allgemein gültige Definition. Die SPD-Bundestagsfraktion sieht die Jugendpolitik als ganz eigenes Politikfeld – aber gleichzeitig auch als Querschnittsaufgabe. Deshalb will die SPD die Jugendpolitik stärker vernetzen mit anderen Bereichen wie der Bildungs-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik.

Die Jugend ist eine spezielle Phase der Orientierung und der Herausbildung der eigenen Persönlichkeit. Die Anforderungen an die heutige junge Generation sind durch gesellschaftliche, ökonomische und demografische Veränderungen gestiegen. Mit einer eigenständigen Jugendpolitik wollen wir den besonderen Bedürfnissen von Jugendlichen Rechnung tragen.

Jugendliche haben ein Recht darauf, sich zu entwickeln, zu entfalten und auszuprobieren. Sie brauchen auch Freiräume, damit sie ihren Interessen nachgehen oder sich engagieren können. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und auch ihre Möglichkeiten, sich verantwortungsvoll in der Gesellschaft einzubringen.

In den vergangenen Jahren hat die Jugendpolitik im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Schattendasein gefristet, das wollen wir auf Bundesebene wieder ändern. Auch vor Ort ist eine starke Jugendpolitik wichtig: Notwendig sind ausreichende Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, eine gute Jugendarbeit und Beteiligungsmöglichkeiten.

Mit unserer Jugendpolitik wollen wir die Jugendlichen begleiten und ihnen dabei helfen, selbständig zu werden. Und zwar als politischer Bürger, als lernender Mensch, als Konsument, als künftig Erwerbsfähiger, als künftigen Familienmensch. Wir wollen, dass alle Jugendlichen – und zwar unabhängig von ihrer sozialen Herkunft dazu befähigt werden, unabhängig zu werden. Dabei sind Teilhabe, Integration und Bildung wichtige Voraussetzungen. Um diese Voraussetzungen zu schaffen und sinnvoll zu gestalten, muss es eine Politik geben, die die Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt. Dabei müssen wir alle Jugendlichen im Blick haben – unabhängig vom Geschlecht, von der Herkunft oder dem sozialen Hintergrund.

Eine Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden ist uns SPD-Fachpolitikern bei unserer politischen Arbeit besonders wichtig. Aus der Praxis kommen wichtige Hinweise für Probleme, Lösungswege und Rahmenbedingungen, die wir womöglich ändern müssen. Deshalb trifft sich die SPD-Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend regelmäßig mit Vertreter*innen der Verbände.